

Warten. Jeder muss es irgendwann mal, aber keiner macht es gerne. Das Warten wird in der Gesellschaft als sinnlose Zeitverschwendung angesehen. Die Menschen nutzen die Wartezeit um die Ereignisse des Tages im Kopf Revue passieren zu lassen, um nachzudenken und neue Pläne zu schmieden. Ich portraitierte meine Freundin Eugenia beim Warten und versuchte mit der Wahl der Location ganz bestimmte Stimmungen zu erzeugen. Mal ist es die Hoffnungslosigkeit in einem menschenleeren Park, es ist kalt und es ist niemand da, der einen halten kann. Mal ist es die Hoffnung am Bahnhof mit vielen elektrischen Lichtern und vorbeifahrenden Zügen, bald kommt der nächste Zug, man steigt ein und ist unterwegs zum Ziel. Während das erste Foto einen Stillstand und Erschöpfung zeigt, steht das zweite Bild für Lebendigkeit und Bewegung.
Fotos: Alex Emmer. Betreuung: Fr. Amschler.